Gesteuert, nicht begrenzt

Die Industrie möchte Zuwanderer und Flüchtlinge mittels Fördern und Fordern in den Arbeitsmarkt integrieren

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Angesichts der vielen Flüchtlinge stellt sich die Politik die Frage: Wo sollen sie wohnen? Die Wirtschaft interessiert sich mehr für die Frage, wie sie Jobs finden können.

Obergrenzen beim Zuzug von Mi-granten? Davon will man beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW) nichts hören. Schon wegen der demographischen Entwicklung: Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, warnen die Kölner Forscher, würde ohne Zuwanderung bis zum Jahr 2035 voraussichtlich um 10,5 Millionen Personen sinken. Das industrienahe Institut sorgt sich weniger um Zahlen als um den Nachschub junger, qualifizierter Arbeitskräfte, der zunehmend aus dem Ausland gedeckt wird. Zuwanderer haben »einen großen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland geleistet«, meint IW-Ökonom Oliver Koppel. In der Industrie nahm die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Deutschen seit 2012 um 2,6 Prozent zu, von Ausländern hingegen um 22,5 Prozent. Ein überdurchschnittliches Plus gab es auch bei Facharbeitern und Akademikern.

Eine Gruppe von Zuwanderern bleibt indes zurück...

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