Jörg Mebus 02.03.2016 / Sport

Die westdeutsche Dopingvergangenheit bleibt geheim

Die Kommission der Uni Freiburg gibt auf

Nach neun Jahren mit vielen Hindernissen ist die Dopingkommission der Uni Freiburg am Dienstag zurückgetreten. Sie befürchtet beim Abschlussbericht Zensur. Die Aufarbeitung der schmutzigen Breisgauer Vergangenheit ist damit fraglicher denn je.

Freiburg. Eines der wichtigsten Projekte des deutschen Sports seit der Wiedervereinigung endet im Chaos: Die Kommission, die die Dopingvergangenheit der Freiburger Universität aufarbeiten sollte, hat sich am Dienstag wegen fortlaufender Behinderung durch ihren Auftraggeber aufgelöst.

Damit ist mehr denn je unklar, ob das ganze Ausmaß der Verbrechen und Verfehlungen an der Keimzelle der westdeutschen Dopingvergangenheit jemals ans Tageslicht gelangen wird. Nach neunjährigem »Kampf gegen Windmühlen«, in dem sich die Kommission auch mit dem mächtigen Profifußball anlegte, hält sich das hochkarätig besetzte und von der Korruptionsexpertin Letizia Paoli angeführte Expertengremium aber eine Hintertür offen. Man werde der Universität nun einen Abschlussbericht vorlegen, sagte Kommissionsmitglied Fritz Sörgel, betonte aber angesichts möglicher Zensur: »Dass die Kommissionsmitglieder ihre eigene Sicht der Dinge in einer gesonderten Publika...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: