Kohls Flaggschiff in Ostdeutschland

Die Leuna-Affäre wurde hierzulande juristisch nie aufgearbeitet - trotz Enthüllungen und Verurteilungen in Frankreich

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Nach der Wende griff sich der französische Elf-Konzern die Minol-Tankstellen und baute eine Raffinerie. Die Umstände waren dubios.

Die Erdölraffinerie des französischen Total-Konzerns ist mit großem Abstand das umsatzstärkste Unternehmen in Sachsen-Anhalt und gleichzeitig das Herzstück des nach der Wende stark geschrumpften Chemiestandorts Leuna. Kein Wunder, dass es sich der damalige Kanzler Helmut Kohl im Mai 1994 nicht nehmen ließ, persönlich den Spatenstich für die damals modernste und umweltfreundlichste Raffinerie Europas vorzunehmen. Nach dem Kahlschlag der Treuhand in dem riesigen Industriegebiet 50 Kilometer westlich von Leipzig sollte die Raffinerie das »Flaggschiff« bei der Schaffung blühender Landschaften werden. Obwohl das 320 Hektar große Areal direkt neben dem Chemiepark damals eher einem schlammigen Acker glich, auf den mehrere Lastwagenladungen mit Schotter gekarrt worden waren, damit der Stargast trockenen Fußes seines Amtes walten konnte.

Auch sonst wurde bei dem Riesenprojekt getrickst, nachgeholfen und verschleiert. Total-Vorgänger Elf Aq...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 417 Wörter (3051 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.