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Schwere Schlappe für Sánchez

Erstmals fiel in Spanien ein Ministerpräsidentenkandidat im Parlament zwei Mal durch

  • Von Ralf Streck, San Sebastian
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Mehr als zwei Monate nach der Parlamentswahl in Spanien ist der Sozialist Pedro Sánchez erneut beim Versuch zur Bildung einer Regierung gescheitert. Der Countdown zu Neuwahlen scheint eingeläutet.

Der Sozialdemokrat Pedro Sánchez hatte auch am Freitag keine Chance, um im zweiten Wahlgang mit einfacher Mehrheit Ministerpräsident Spaniens zu werden. Er hoffte auf ein Wunder und machte Druck auf die linke Podemos (Wir können es). Hätte sich ihre Abgeordneten der Stimme enthalten, hätte Sánchez den konservativen Mariano Rajoy als Regierungschef ablösen können. Doch er holte sich eine blutige Nase. Es gelang ihm nur, die »Kanarische Koalition« zum Ja zu bewegen. Die hatte sich am Mittwoch im ersten Wahlgang mit ihrer einzigen Stimme enthalten. So kam der Sozialdemokrat lediglich auf 131 Ja-Stimmen und stand einer breiten Ablehnung von 219 Parlamentariern gegenüber.

Sánchez, der das schlechteste Wahlergebnis in der Parteigeschichte der »Sozialisten« (PSOE) einfuhr, wurde weiter geschwächt. Er war der erste Kandidat, der vom Parlament abgelehnt wurde. Sein Pakt mit den neoliberalen Ciudadanos (Bürger) überzeugte niemanden. Dieser war au...


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