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Ressentiment ohne Alternative

Der Aufstieg der AfD ist das beängstigende Signum einer sich vertiefenden politischen Krise. Politik dagegen kann aber nicht nur Politik der Abwehr der Rechtsaußen sein. Ein Kommentar von Tom Strohschneider

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Der Rechtsruck bei den Kommunalwahlen in Hessen gibt einen schlechten Vorgeschmack auf das, was bei den drei Landtagswahlen in der kommenden Woche seine Fortsetzung finden wird: Mit der AfD steigt eine Partei immer weiter auf, die gegen Geflüchtete Stimmung macht, die Rassisten in ihren Reihen duldet, deren Führungspersonal kalkuliert mit bis zur Gewalt bereitem Ressentiments gegen Asylbewerber auftritt - und die denen, die sie wählen, praktisch nichts zu bieten hat.

Das ausländerfeindlich aufgeladene »Anti« der AfD, gerichtet gegen alles (und zugleich auch wieder gegen nichts), mobilisiert nur das Ressentiment gegen eine herrschende Politik, zu der die Rechtsaußen-Truppe in Wahrheit gar keine Alternative ist. Die AfD ist gegen den Mindestlohn, gegen Sozialleistungen für Asylbewerber, für die Vertretung der deutschen Kapitalinteressen im Ausland, für Waffengebrauch gegen Geflüchtete an der Grenze - dass sie trotzdem gewählt wird, ...


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