Zapatisten wehren sich gegen Landraub

Die Befreiungsarmee EZLN im südmexikanischen Chiapas macht Missstände der Regierungspolitik öffentlich

  • Von Luz Kerkeling, San Cristóbal de las Casas
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Die Befreiungsarmee EZLN hat ein skandalöses Vorgehen der mexikanischen Regierung gegen eigene Unterstützer aufgedeckt. Die autonomen zapatistischen Gemeinden befinden sich im Aufschwung.

Die Lage im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas ist komplex: Eine Mehrheit der ländlichen Bevölkerung ist über lokale Machthaber in die Parteien- und Regierungsstrukturen eingebunden. Eine gut organisierte Minderheit, rund 1000 Dörfer und Siedlungen, verstehen sich als Basis der linksgerichteten Zapatistischen Befreiungsarmee EZLN. In diesen Gemeinden, die teils nicht zu 100 Prozent zapatistisch sind, unterstützen die indigenen Kleinbauern und Klein-bäuerinnen der EZLN das Autonomiekonzept ihrer Organisation und akzeptieren keinerlei Regierungsgelder, um sich vor Korruption und zweifelhaften Entwicklungsprojekten wie Ölpalmen-Monokulturen oder Luxustourismus zu schützen.

Für Aufsehen sorgen derzeit neue Untersuchungen der EZLN. In mehreren Kommuniqués wird über die soziale Situation der ländlichen Gemeinden berichtet. Der Regierung werden Willkür, Landraub, Einschüchterung, sexuelle Übergriffe sowie ein völliges Versagen in der S...


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