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Abstand zur Gegenwart

Das Festival »Heiner Müller!« im HAU entdeckt den Dramatiker auch als Chronisten des 21. Jahrhunderts

  • Von Tom Mustroph
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Mehr als 20 Jahre nach Heiner Müllers Tod holt das Hebbeltheater am Ufer (HAU) den Dramatiker aus der Geschichts-Box und entdeckt durch ungewohnte Zugriffe neue Züge an ihm. Seit dem 3. und noch bis zum 13. März läuft in den drei Spielstätten das Festival mit dem Ausrufezeichen: »Heiner Müller!« Den Untertitel liefert ein Satz, den Müller bereits 1990 sagte: »Was jetzt passiert, ist die totale Besetzung mit Gegenwart.«

Eine Portion launiger Konsumismuskritik war denn auch dabei, als der DJ Khan of Finland bei einer popmusikalischen Hommage mit einer H&M-Tüte auf dem Kopf von der Bühne abging. Eine Prise Technologiekritik gab es, als die Performance-Truppe andcompany&Co Müller als Robotikexperten entdeckte. Sie grub Textstellen aus, in denen er von der »Hochzeit von Mensch und Maschine« schwärmte, das Aufgehen des biologischen Materials im Rechnerwesen für logisch und nicht für tragisch hielt und auch prognostizierte, dass in Zukunft die...


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