Nüscht!

Schauspiel Frankfurt: Hartmann killt Gogol - eine Erweckung

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Bei Gogols »Revisor« geht es um einen abgerissenen Stromer, der in einem Provinzkaff auftaucht und dort für einen hohen Beamten gehalten wird. Der Aufstand beginnt mit einem Spaziergang – inklusive Pegida.

Nimm doch das Wahlplakat aus deinem Gesicht! Die Siegpose lügt. Dieses Lächeln für den, der die Aufträge verteilt. Diese Anschmiegsamkeit gegenüber dem, der den Vertrag verlängert. Diese Liebe zum Kollektiven, weil dir der Eigensinn fehlt. Und dieser gespielte Eigensinn, der deine Verklemmungen kaschiert. Kurzum: Du bist nicht der, für den du dich hältst; du wirst nicht für die gehalten, die du sein möchtest. Ich, das wusste schon Dichter Arthur Rimbaud, ist immer ein anderer. Aber längst weiß keiner mehr, ob die Maske eine Krankheit oder eine Leistung des Gesichts ist. Nimm also das Wahlplakat von deiner Fassade. Aber pass auf, dass du dir nicht gleich auch die Haut wegreißt. Schwierigste Forschung, die nach dem Eigenen mitten im Fremden.

Da hilft Nikolai Gogol - wenn man ihn, wie am Schauspiel Frankfurt am Main, ausspricht wie Google. Denn: Die Suchmaschine (wer ist wer?, und wer weiß noch, welche Rolle er gerade spielt?) - sie ...

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