Hans-Gerd Öfinger, Mainz 09.03.2016 / Inland

Zwei Frauen für einen Chefsessel

Wahlen in Rheinland-Pfalz: Malu Dreyer (SPD) und Julia Klöckner (CDU) verspüren mal Auftrieb, mal Gegenwind

Vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen immer wahrscheinlicher: Die CDU liegt laut aktuellen Umfragen nicht mehr vorn, sondern gleichauf mit der SPD.

Vordergründig geht es »nur« um ein Landesparlament für vier Millionen Einwohner tief in der südwestdeutschen Provinz. Doch das überall spürbare gesellschaftliche und politische Unbehagen verleiht dem Urnengang den Charakter eines bundesweit folgenreichen Stimmungstests.

Dass am vergangenen Sonntag in Hessen CDU, SPD und Grüne und damit die bisher tonangebenden »Großen« von den Wählern abgestraft wurden, steigert die Nervosität und Panik ihrer rheinland-pfälzischen Parteifreunde. Für die meisten Akteure geht es am Sonntag um alles oder nichts. »Volatil« nennen Wahlforscher eine instabile Stimmungslage, die sich nun auch im als gemächlich und experimentierunfreudig geltenden Rheinland-Pfalz breit macht. Traditionelle Loyalität und Parteibindungen gehören auch hier zunehmend der Vergangenheit an.

Längst passé sind die Zeiten, da die großen »Volksparteien« CDU und SPD in der Summe mit über 80 Prozent breite Schichten in Stadt und...

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