Merkels Energiewende

Ausstieg der Regierung verärgerte die Konzerne

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Es war eines jener seltenen Machtworte, die Angela Merkel als Bundeskanzlerin gesprochen hat: »Dies ist ein Moratorium«, teilte sie drei Tage nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima mit Blick auf die deutschen AKW mit. Die Ereignisse »bedeuten nicht allein für Japan eine unfassbare Katastrophe, sondern sie sind auch ein Einschnitt für die ganze Welt, für Europa und auch für Deutschland«, erklärte sie weiter. »Wir haben deshalb veranlasst, dass alle deutschen Kernkraftwerke einer umfassenden Sicherheitsprüfung unterzogen werden. Ich sage ganz deutlich: Es gibt bei dieser Sicherheitsprüfung keine Tabus.«

Die Entscheidung Merkels bedeutete mehr als nur eine technische Überprüfung zur Beruhigung der Gemüter im Lande mit besonders großer Abneigung gegenüber der Atomkraft. Anders als in vielen anderen Staaten wurde nicht nur geredet und kondoliert, sondern eben auch gehandelt. Die Kanzlerin scheute sich nicht, eine 180-Grad-Kehrtwende...


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