Der Rest ist Applaus

Das New Yorker »Hair«-Gastspiel im Admiralspalast lässt Flower Power, Love and Peace auferstehen

  • Von Marc Hairapetian
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

»Die Weißen schicken die Schwarzen in den Krieg gegen die Gelben, um das Land zu verteidigen, das sie den Roten gestohlen haben!«, heißt es an einer Stelle von »Hair«. Produzent Frank Serr, der den Klassiker derzeit mit seiner International Broadway Musical Company aus New York auf einer großen Europa-Tournee wieder auf die Bühnen bringt, zitiert im Gespräch diesen Satz mit Nachdruck, um Aktualität und Zeitlosigkeit des Musicals zu unterstreichen. In der Tat geht es in dem Singspiel, das 1967 seine Vorpremiere feierte und dann ein Jahr später vom Broadway aus seinen Siegeszug rund um die Welt antrat, um mehr als lange Haare, freie Liebe und Drogenkonsum.

»Hair« ist - am Beispiel des Vietnam-Kriegs - auch eine Anklage gegen alle Kriege. Die in die von Gregorianischen Chorälen, afrikanischen Rhythmen, Rockabilly und Folk Pop inspirierte Musik des mittlerweile 87-jährigen Komponisten Galt Macdermot eingebetteten Texte von James Rado und d...


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