Schlammschlacht um Asyl

Nach Schließung der Balkanroute ist die Lage der Migranten in Idomeni verzweifelt

  • Von Johannes Spohr, Idomeni
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Während Idomeni im Schlamm versinkt, erreicht die Stimmung der dort Lagernden immer neue Tiefpunkte. Eine Lösung scheint fern.

Es ist nur eine kleine Atempause, die die Menschen im Zeltlager Idomeni durch den Sonnenschein nutzen können. Nach tagelangen starken Regenfällen hatte sich das Feld im Schlamm aufgelöst. Viele Zelte füllten sich mit Wasser, die Wege waren kaum noch passierbar.

»Die Menschen sitzen regelrecht auf dem offenem Feld«, kommentiert dies eine Unterstützerin, die Plastiktüten verteilt. Etwa 70 Kinder sind in den vergangenen Tagen in ein lokales Krankenhaus eingeliefert worden. Es dauert lange, bis sich die die aktuellen politischen Entwicklungen in dieser Situation herumsprechen. Dass die mazedonische Grenze nun tatsächlich komplett geschlossen und die Westbalkanroute kaum noch passierbar ist, können viele weder fassen noch wollen sie es akzeptieren.

Es wird klar, dass für die Tausenden in Idomeni keinerlei Lösung vorgesehen ist. Die Folgen der unterlassenen Hilfeleistung für die Menschen in der Gegend liefern eine deutliche Botschaft: Nieman...


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