Oder eben besser

Im Schatten des Rechtsrucks nach neuen Antworten suchen: Die Linkspartei streitet über ihren Kurs gegen den »rechtskonservativ-nationalen Tsunami«

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Es kann später niemand behaupten, die Lage sei beschönigt worden: Aus allen Richtungen in der Linkspartei wird der Wahlausgang als ernstes Signal, als Wendemarke charakterisiert. »Bedrohlich« nennt etwa der Sprecher des Forums Demokratischer Sozialismus (FDS), Dominic Heilig, die Situation der Linkspartei. Auch auf dem sich als links ansehenden Flügel hieß es, jetzt gehe es »um alles«.

Medial schrumpfte der Streit zunächst auf die Frage zusammen, ob die Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht mit Äußerungen über »Kapazitätsgrenzen« für Geflüchtete und ihrer Sicht auf die »Grenzen der Aufnahmebereitschaft« noch auf dem Terrain der LINKEN agiere. Nachdem schon die Vorsitzende Katja Kipping erklärt hatte, dies sei »eben nicht die Position der Partei«, machte später eine Äußerung von Ex-Fraktionschef Gregor Gysi die Runde: In der Asylpolitik »muss die Partei klar berechenbar sein« und »eine klare einheitliche Position« haben.

Wage...

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