Linker Hoffnungsschimmer im Südwesten?

Nach den heftigen Wahlniederlagen macht ein bescheidener Mitgliederzuwachs der Partei etwas Mut

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Die LINKE-Landesverbände in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg haben große strukturelle Probleme. Hoffnung machen aber die Neueintritte junger Menschen.

Mit dem schwachen Abschneiden der Linkspartei bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bleibt die »Südschiene« von Mainz über Stuttgart nach München mit fast einem Drittel aller Bundesbürger weiterhin eine riesige Fläche ohne Linksfraktion in einem Landesparlament und damit ohne eine sichtbare linke Präsenz in der Landespolitik. Der Parteiaufbau und die Verankerung in Stadt und Land gestalten sich weiterhin mühselig.

In beiden Ländern stagnierte der Wählerzuspruch in den Landtagswahlen seit 2006 bei Werten zwischen 2,6 und 3 Prozent. Die Freude über leichte absolute Zuwächse gegenüber 2011 wird getrübt durch die Tatsache, dass die überall angestiegene Wahlbeteiligung in erster Linie der Rechtspartei AfD zugute kam.

Insgesamt konzentrieren sich viele linke Wahlkämpfer und Parteiaktivisten nach der kalten Dusche vom Sonntagabend nach eigenen Angaben erst einmal darauf, die Ergebnisse zu verdauen und »tief Luft zu ho...


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