Nelli Tügel 19.03.2016 / Politik

Lohnlücke nicht zu übersehen

Erste Proteste zum Equal Pay Day / Forderungen nach gleicher Bezahlung

2015 erwirtschafteten Frauen 21,3 Prozent weniger Lohn und Gehalt als Männer. Eine geringe Veränderung ist möglicherweise dem Mindestlohn zu verdanken.

Frauen haben nicht nur »Lust«, sondern auch »Recht auf mehr«: Unter diesem Motto luden Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) und andere Verbände am Freitag zu einer Kundgebung vor das Brandenburger Tor in Berlin. Anlass war der auf dem Samstag liegende »Equal Pay Day«. Der Tag markiert den Termin, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, damit sie auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen kommen. Wer die Adressaten der Forderungen sind (u.a. nach einem »Rechtsanspruch auf Rückkehr aus Teilzeit« und Regelungen zur »Durchsetzung der Lohngleichheit auf betrieblicher Ebene«), blieb eher vage. Möglicherweise deshalb, weil bei dem Thema unter den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft - zumindest in Worten - recht große Einigkeit herrscht. Fast alle sprechen sich für mehr Lohngerechtigkeit aus. Und trotzdem stagniert die Entgeltlücke seit Jahren nahezu unverändert auf hohem Niveau.

Einen...

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