Das Geschäft mit Schrott läuft schlecht

Branche steht unter Druck - ein Beispiel aus Schwaben

  • Von Nico Pointner, Essingen
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Firma Scholz war bis vor kurzem eigentlich das, was man unter einem traditionsreichen »Hidden Champion« aus Schwaben versteht. Mehr als 140 Jahre alt. In der fünften Generation familiengeführt. Einer der wichtigsten Player in seiner Branche. 5000 Mitarbeiter weltweit, Milliardenumsätze. Dass der Konzern nicht allzu bekannt ist, mag an der Natur des Geschäfts liegen: Scholz verdient sein Geld mit Schrott. Die Essinger zerlegen Autos, verwerten Millionen Tonnen Stahl, Aluminium und Kupfer. Sie beliefern Hunderte Stahlwerke, Gießereien und Schmelzwerke rund um den Globus. Nun stehen sie am Rande der Insolvenz.

Der enorme Preisdruck bei den Rohstoffen macht auch der Verwertungsbranche zu schaffen. China bietet derzeit billigen Stahl zu Dumpingpreisen in Europa an, um Überkapazitäten abzubauen. Hinzu kommt nach Angaben des Branchenverbands BDSV ein dramatischer Verfall der Eisenerzpreise: Dadurch ist die Produktion von neuem Stahl ...


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