Altes Prinzip, neues Reich

Die FIFA hat sich nicht verändert, meint Alexander Ludewig

  • Von Alexander Ludewig
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nach den vielen Skandalen im Weltfußball weiß nun jeder, wie viel der ehemalige und nun für sechs Jahre gesperrte Präsident Joseph Blatter verdient hat - damit endet aber auch der Wille zur Transparenz der »neuen« FIFA.

Transparenz. Ein Modewort mit großem Klang. Als bußfertige Antwort auf dunkle Machenschaften, die bei Lichte besehen, moralisch oder per Gesetz, verurteilenswert sind, bleibt sie jedoch oft ohne große Wirkung auf künftiges Handeln. Nach den vielen Skandalen im Weltfußball weiß nun jeder, wie viel der ehemalige und nun für sechs Jahre gesperrte FIFA-Präsident Joseph Blatter verdient hat. 3,3 Millionen Euro pro Jahr: Diese Zahl, lang gehütetes Geheimnis, hat der Weltverband seinen Kritikern zum Fraß vorgeworfen.

Damit endet aber auch der Wille der »neuen« FIFA, ihr Handeln nachvollziehbar zu gestalten. Das Gehalt des neuen Präsidenten Gianni Infantino bleibt vorerst geheim. Und: Der Name Blatter spielt weiterhin eine Rolle, ein undurchsichtige. Philippe, der Neffe von Joseph Blatter, ist Geschäftsführer der Wanda Sports Holding. Diese gehört zur Wanda Group. Deren Chef ist Chinas reichster Mann: Wang Jianlin. Mit ihm und seinem groß...


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