Jörg Meyer 26.03.2016 / Inland

Enttäuschung und Autoritäres

Warum Gewerkschaftsmitglieder die AfD wählen - Versuch einer Bestandsaufnahme

Eine Forschungsgruppe der Freien Universität Berlin befragte im Auftrag zweier Gewerkschaftsstiftungen 2004 tausende Menschen mit dem Ergebnis, insgesamt rund 20 Prozent vertreten rechtsextreme Ansichten. Überproportional in der Mittelschicht, überdurchschnittlich hoch die Zahl der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter und Facharbeiter. Ein erschreckender Befund. Kratzte er doch am Bild der DGB-Gewerkschaften, in der Bundesrepublik das «Bollwerk gegen Neofaschismus» zu sein, hieß es in der Studie. Zwölf Jahre sind die Zahlen alt, was hat sich geändert? Neue Befragungen gab es zum Leidwesen der Forscher nicht. Erneute Ernüchterung gab es bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Die AfD schnitt zweistellig ab. Die Zahl der sie wählenden GewerkschafterInnen war sehr hoch, darunter überwiegend Arbeiter und Erwerbslose, der größte Teil Männer.

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