Schweißen für Freiheit und Frieden

Private Initiativen zeigen wie in Berlin-Kreuzberg, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen für geflüchtete Menschen machbar ist

  • Von Christina Palitzsch
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ein Kreuzberger Künstlerhaus in Berlin richtet derzeit sechs Arbeitsplätze für geflohene Menschen ein. Während sich die Bürokratie schwertut, zeigen Privatpersonen, wie es geht.

Der agile Künstler läuft über den Hof und zeigt auf das ehemalige Stallgebäude aus Backsteinen. »Viele Investoren haben sich vor zehn Jahren die Finger geleckt nach dem 10 000 Quadratmeter großen Areal«, sagt Andreas Helfer. Er ist Maler und Vorstand des Vereins Atelierhof Kreuzberg. »Unser offenes, unkommerzielles Konzept hat den Zuschlag bekommen. Heute haben rund 40 Künstler ihre Arbeitsplätze hier, 6,50 Euro kostet der Quadratmeter«, sagt Helfer. Er öffnet die Tür zum Ausstellungsraum im Hof.

Dort arbeiten seit dieser Woche zwei Menschen aus Syrien, die Metallkünstlerin Hanan Aljarmani (26 Jahre) und ihr Mann, der Grafikdesigner Raji Naser Alla (31), der etwas introvertiert ist. Auf seinen neuen Arbeitsort angesprochen, strahlt er jedoch unvermittelt und beginnt zu erzählen. »In Syrien habe ich als Freelancer für viele Firmen und Medien gearbeitet, Logos entworfen, Marken entwickelt. Nun möchte ich gerne weiterarbeiten«, sagt ...

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