Kein Schwein interessiert sich für mich

Forschungsprogramme zu hässlichen Tieren bekommen in Australien schwerer Finanzierungszusagen

  • Von Michael Lenz
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Im Wissenschafts- und Forschungsministerium in Canberra werden täglich Entscheidungen über die Vergabe von Mitteln zur Erforschung der australischen Tierwelt getroffen. Beamte wühlen sich durch Antragsformulare und Dokumente. Spätestens aber bei der fotografischen Darstellung des Forschungsobjekts verliert oft auch der fachkundigste Sachbearbeiter den objektiven Blick. Pazifische Ratte - iiiiih widerlich; Fledermaus - hässlich wie Dracula. Der Koala hingegen ist sooo süß und das Schnabeltier (Platypus) herrlich skurril und sowieso einzigartig. Die Koala- und Platypusforscher können loslegen. Ratten- und Fledermausexperten schauen in die Röhre.

Nur elf Prozent aller seit 1901 durchgeführten Studien zu australischen Tieren haben sich mit Fledermäusen und Nagetieren beschäftigt, obwohl diese Spezies 45 Prozent aller australischen Tierarten ausmachen. Das haben Trish Fleming von der Murdoch Universität und Bill Bateman von der Curtin ...


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