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Gebeine von Sowjetsoldaten geborgen

Alt Tucheband. Ehrenamtliche Helfer haben am Wochenende die Gebeine sowjetischer Soldaten unter dem Dorfanger von Alt Tucheband freigelegt. Bis Sonntagmittag waren schon 27 Tote geborgen, die nun in offiziellen Kriegsgräberstätten beigesetzt werden. Die Grabung wurde organisiert vom Verein zur Bergung Gefallener in Osteuropa. Die provisorische Grabstätte mitten in Alt Tucheband wurde im Sommer 2015 entdeckt. Damals waren schon 20 Rotarmisten geborgen worden. Auf das Massengrab war der Verein durch die Recherche in russischen Archiven gestoßen. Die Toten seien 1945 in mehreren Schichten übereinander ins Grab gelegt worden, erklärte der Vereinsvorsitzende Albrecht Laue. Das sei bei der Roten Armee so üblich gewesen. Die Rotarmisten sind vermutlich bei den schweren Kämpfen um die Seelower Höhen ums Leben gekommen. Von dem Massengrab unter dem Dorfanger ahnten die Dorfbewohner nichts, weil die Einheimischen während der Schlacht geflüchtet waren, erinnert sich Zeitzeuge Horst Kupsch. dpa/nd

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