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40.000 Euro für Opfer der Nazi-Krawalle von Leipzig

Roter Stern Leipzig '99 und Amadeu Antonio Stiftung sammeln Geld für geschädigte Ladenbesitzer der rechten Krawalle in Connewitz

Leipzig. Nach Ausschreitungen von Neonazis in Leipzig sind bei einer Spendenaktion 40.000 Euro für betroffene Ladeninhaber zusammengekommen. Ihre Geschäfte waren im Januar bei den Randalen im alternativen Stadtteil Connewitz zum Teil stark beschädigt worden. Wie die Amadeu Antonio Stiftung am Montag in Berlin mitteilte, beteiligten sich mehr als 500 Menschen aus ganz Deutschland. Die Stiftung hatte gemeinsam mit dem Fußballverein Roter Stern Leipzig '99 zu der Aktion aufgerufen.

Den Angaben zufolge wurden die Spenden bereits an Ladenbesitzer ausgezahlt, deren Versicherungen nicht die gesamten Schäden abgedeckt hatten. Bei den Randalen wurden etliche Schaufensterscheiben zerstört und einige Läden regelrecht verwüstet.

Laut dem Geschäftsführer des Fußbfallvereins, Adam Bednarsky, sei die erste Hilfe bereits in der Nacht der Krawalle angelaufen: »Noch als die Masse der Nazis im Polizeikessel auf der Auerbachstraße mit der Nase in der Pfütze lag, kamen draußen die Leute zusammen und überlegten, was zu tun ist«, so Bednarsky in der Leipziger Volkszeitung.

Schätzungsweise rund 250 Neonazis hatten den linksalternativ geprägten Stadtteil am 11. Januar gezielt angegriffen. Sie versuchten auch Barrikaden zu errichten und zündeten Feuerwerkskörper. Ein Dachstuhl geriet in Flammen. Etliche der mutmaßlichen Täter konnten der Hooligan-Szene zugeordnet werden. Gegen 215 Verdächtige wird wegen besonders schweren Landfriedensbruchs ermittelt. epd/nd

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