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Zauberlehrling auf Koks

Benjamin von Stuckrad-Barre hat seinen lange angekündigten »Absturzroman« geschrieben

  • Von Christin Odoj
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Ein Leben ohne Helden ist möglich, aber sinnlos. Er war so einer von der Sorte. War er doch dazu in der Lage, in einem einzigen Satz die Absurdität, das Ekelhafte und Banale seiner Zeit zu destillieren. Idol aller Drübersteher, die ihre Ironie als Haltung verkauften. David Foster Wallace war zu weit weg, sie hatten Christian Kracht, Florian Illies und ihn: Benjamin von Stuckrad-Barre. Der mit 23 Jahren über eine Lesereise in einem Provinzkaff Sätze schrieb wie: »Wenn das in der Umsetzung aber bedeutete, dass Kultur zwischen Hüpfburgen, Handleseautomaten und Eierlaufen im Dunstabzugsgebiet einer Bratwurstbude gefördert wird, damit Gäste aus aller Welt es kulturell finden, wie sie sich volllaufen lassen und versuchen, Zwiebelkuchenfürze durch lautes Lachen zu vertuschen, dann kann man auch gleich von RTL 2 präsentiert durch Erlebnisgastronomie touren.«

Sein großes Talent bestand darin, penibel zu sezieren, mühsam Konstruiertes mit e...


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