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Panama Papers: Staatsanwaltschaft New York ermittelt

Bekannter Jurist sucht Kontakt zum Rechercheverbund / 200 US-Pässe in den Unterlagen enthalten / 3500 Anteilseigner sogenannter Offshore-Firmen besitzen Adressen in den Vereinigten Staaten

Knapp drei Wochen, nachdem die ersten Inhalte der Panama Papers an die Öffentlichkeit gelangten, leitet die Staatsanwaltschaft New York nun Ermittlungen ein. In den Unterlagen belasten Tausende Anteilseigner aus den USA.

New York. In einem Brief an das Internationale Konsortium für Investigative Journalisten teilte der für den New Yorker Stadtteil Manhattan zuständige Staatsanwalt Preet Bharara mit, er wolle Ermittlungen im Zusammenhang mit den Panama Papers einleiten. In seinem Schreiben bat der hochrangige Jurist laut »Süddeutscher Zeitung« das Rechercheteam um Unterstützung.

Demnach seien in den Unterlagen insgesamt 200 US-Pässe enthalten, 3500 Anteilseigner sogenannter Offshore-Firmen besitzen Adressen in den Vereinigten Staaten. Genauere Angaben wollte das Büro des dem US-Justizministerium unterstellten Staatsanwalts nicht machen, wie der im Recherchenetzwerk befindliche »Guardian« berichtet.

Bharara gilt als in Finanzfragen besonders engagierter Staatsanwalt. Er hat bereits mehrere prominent gewordene Ermittlungen wegen Finanzbetrugs und Korrution geleitet. 2012 adelte ihn das »Time Magazine« als »Mann, der die Wall Street hochnimmt«.

Anfang April hatten Dutzende Medien nach einjähriger gemeinsamer Recherche über weltweit mehr als 200.000 Briefkastenfirmen berichtet, in denen Prominente, Politiker und Sportler ihr Vermögen deponiert haben sollen. Zum Teil wurden diese Unternehmen demzufolge von der in Panama ansässigen Kanzlei Mossack Fonseca gegründet, die ihrerseits bislang bestreitet, in illegale Geschäfte verwickelt zu sein.

Laut der an dieser Recherche beteiligten Süddeutschen Zeitung seien ihr insgesamt 2,6 Terrabyte Daten durch eine anonyme Quelle zugespielt worden. Mossack Fonseca sieht sich wiederum als Opfer eines Hacker-Angriffs. nd

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