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Pflanze nie vor der »Kalten Sophie«!

Die Gartenkolumne

Die Eisheiligen kommen ... Oder sind sie schon da? Der Mai hat in jedem Jahr seine frostigen Überraschungen.

Pflanze nie vor der Kalten Sophie! Die Bauernregel stammt noch aus Zeiten, da der julianische Kalender galt. Sophia, eine frühchristliche Märtyrin und Mutter dreier geweihter Jungfrauen, beschließt am 15. Mai die Gedenktage der Heiligen. Der Gartenfreund wird wissen, wann er sein »Feld« bestellt. Denn die Eisheiligen kommen 2016 ja nicht zum ersten Mal.

Wer sind eigentlich diese Gesellen? Eröffnet wird der frostige Reigen im Norden am 11. Mai von Mamertus. Der um 477 in Vienne, Gallien, verstorbene Bischof wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt. Er führte die Bittprozessionen an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt ein. Der Schutzpatron der Hirten und der Feuerwehr wird bei Dürre, Fieber und Brusterkrankungen angerufen.

Tags darauf, am 12. Mai, sorgt auch im Landessüden und Österreich der frühchristliche Märtyrer Pankratius für Kälte. Der Sohn eines wohlhabenden Phrygiers wurde der Legende nach als vierzehnjährige Waise zu seinem Onkel nach Rom gebracht. Und dort bald darauf, um 304, wegen seines Glaubens enthauptet.

Der 13. Mai ist der Tag des Servatius. Der Bischof von Tongern starb am 13. Mai 384 in Maastricht. Seine Verehrung verdankt er dem Hunneneinfall von 450, den er vorhergesagt haben soll. Er wird im Volksglauben bei Fußleiden, Frostschäden, Rheumatismus und Rattenplagen angerufen.

Dem Bonifatius ist der 14. Mai gewidmet. Auf dem Weg zu einer Firmung friesischer Christen wurde er am 5. Juni 754 oder 755 samt Begleitern am Fluß Boorne bei Dokkum in Friesland von Heiden erschlagen. Der wichtigste Kirchenreformer in Frankenreich war Missionserzbischof, päpstlicher Legat für Germanien, Bischof von Mainz und zuletzt Utrecht.

Eine andere Überlieferung bezieht sich auf den in Rom geborenen Bonifatius. Angeblich anfangs kein Christ, sollte er aber christliche Reliquien aus Tarsus (heutige Türkei) nach Rom überbringen. Dort erlebte er die Christenverfolgung und ließ sich ebenfalls taufen. Für seinen Glauben wurde durch siedendes Pech hingerichtet.

Und noch einmal die Bauernregeln: Pankrazi, Servazi und Bonifazi, sind drei frostige Bazi. Und zum Schluss fehlt nie - die Kalte Sophie.

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