Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Unbehauste Flüchtlinge

Tausende Geflüchtete könnten ihre Unterkunft verlieren

  • Von Nicolas Šustr
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das LAGeSo räumt auf. Rechnungen für Unterkünfte werden nur noch übernommen, wenn Betreiber dem Amt die Legalität ihrer Herberge nachweisen können. Leidtragende sind die Flüchtlinge.

Als die Flüchtlinge zahlreich kamen, erlebte Berlin auch einen Boom der selbsterklärten Hotels. Ohne Gewerbe- oder Baugenehmigung wurden aus leerstehenden Büros oder Fabriketagen Pensionen und Hostels. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) zahlte bis zu 50 Euro pro untergebrachte Person und Nacht. Nachweise wollte in den Chaosmonaten der Behörde niemand sehen.

Es war die Zeit der Glücksritter. Ein Hausbesitzer in der Wollankstraße in Gesundbrunnen konnte seine Mieteinnahmen wohl auf einen Schlag verzehnfachen. In der Leipziger Straße 61-62 in Mitte wurde aus ehemaligen Büroräumen eine Pension, ohne dass die entsprechenden Genehmigungen eingeholt wurden. Allein schon die rechtliche Konstruktion - ein bulgarischer Inhaber hat dafür ein Unternehmen in der Rechtsform einer englische Limited gegründet - spricht Bände. »Wir haben nichts Illegales getan«, lautet die Antwort auf eine telefonische Nachfrage dort. Man solle doc...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.