Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Umbruch statt Wiederaufbau in Nepal

Ein Jahr nach der Katastrophe kommen die nötigen Arbeiten immer noch nicht in Gang. Die Politik beschäftigt sich vor allem mit sich selbst

  • Von Thomas Berger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

An Geld und Material, um die Erdbebenschäden zu beheben, fehlt es Nepal eigentlich nicht. Mittel wurden bei einer Geberkonferenz zugesagt. Doch innenpolitische Konflikte verzögern den Wiederaufbau.

»Bisher hat uns doch noch jede Regierung im Stich gelassen.« Viele Nepalesen sind auf die politische Elite nicht gut zu sprechen. Komala Shresta zeigt auf ihr Haus in Bhaktapur. Es steht zwar noch, aber der Eindruck intakter Mauern trügt. »Weiter hinten ist vieles eingestürzt«, so die aufgebrachte Mittvierzigerin. Ihr Zuhause ist immerhin noch bewohnbar, während viele Nachbarn ihre Häuser wegen der großen Löcher im Mauerwerk verlassen mussten. So ist Bikmaya Suval mit ihrer elfköpfigen Familie in eine der beiden Wellblechhütten schräg gegenüber gezogen. »Sechs Monate hausen wir da schon«, erzählt die Seniorin.

Leben im Provisorium, selbst ein Jahr nach der Katastrophe. Am 25. April 2015 hatte ein Beben der Stärke 7,8 auf der Richterskala den Himalayastaat erschüttert. Fast 9000 Menschen waren dabei zu Tode gekommen. In Kathmandu, wo viele Bauwerke solider sind, konnten die Schäden recht schnell beseitigt werden. In Bhaktapur dageg...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.