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Keine Vollbeschäftigung in Sicht

Der Chemnitzer Ökonom Fritz Helmedag über Wachstum, höhere Löhne und die Arbeitszeitkontroverse

Über die Kontroverse um gewerkschaftliche Strategien zu Löhnen und Arbeitszeit, die richtige Beschäftigungspolitik und eine goldene Regel sprach Hermannus Pfeiffer mit dem Arbeitsmarktexperten Fritz Helmedag.

In der laufenden Lohnrunde orientieren sich Arbeitgeberverbände, aber auch - wie Sie anmerken - Teile der Gewerkschaften am neoklassischen Arbeitsmarktmodell: Bei steigenden Löhnen nimmt Beschäftigung ab. Was ist davon zu halten?

Das ist eine vereinfachte Sicht, die manchmal als »Kartoffelmarkttheorie des Arbeitsmarktes« bezeichnet wird: Wenn der Preis steigt, dann geht die Menge zurück und umgekehrt. Die Arbeitsnachfrage ist jedoch meistens eine »abgeleitete« Nachfrage. Nur bei einigen persönlichen Dienstleistungen, wie der eines Gärtners auf einem Privatgrundstück, gibt es eine originäre Arbeitsnachfrage. Auf Warenmärkten bestimmt indes die kaufkräftige Endnachfrage, wie viel Arbeitskraft zur Erzeugung eingesetzt wird. Das zeigt sich gerade bei Industriegütern: ohne Masseneinkommen kein Massenabsatz.

Über individuelle Arbeitszeit wird auch unter gewerkschaftsnahen Ökonomen gestritten. Heinz-J. Bontrup fordert die Einführung...


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