»Die Mauern werden fallen, die das 
Eigentum schützen«

Ein Gespräch mit Paul Mason

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: ca. 9.5 Min.

Paul Mason macht mit seinem Buch 
»Postkapitalismus« derzeit Furore. Warum in der digitalen Revolution eine große Chance für eine gesellschaftliche 
Revolution liegt, erklärt er im nd-Interview.

Haben Sie die Matrix-Filme gesehen?

Ja.

Und wie haben Sie Ihnen gefallen?

Ich habe lediglich den ersten Teil gesehen. Er war gut. Er ist ein Teil des Weltbildes, das davon ausgeht, dass Informationstechnologie und virtuelle Realität nur zum Desaster führen.

Für den ehemaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis sind die Matrix-Filme eine Metapher dafür, wohin sich die Gesellschaft aufgrund der technologischen Revolution entwickeln könnte. Demnach besteht die Gefahr, dass die Menschheit zum Sklaven der Technologie und nicht von der Technologie befreit wird.

Varoufakis bringt da ein gutes Argument an. Doch meine These ist anders.

Sie sind optimistischer.

Die technologische Revolution bringt uns mit rasanter Geschwindigkeit in eine Situation, in der wir alle in Überfluss leben könnten. Und Überfluss ist gut. In einer wirklichen Überflussgesellschaft kann es keine Klassen und keine Unterdrückung ...

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