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Bochum: Polizist wirft Rauchbombe auf Demonstranten

Beamter wirft gefährliche Rauchbombe in Menge zurück, obwohl ihn ein Kollege davon abhalten will

Statt sie zu löschen oder in anderer Form unschädlich zu machen, hat ein Polizeibeamter in Bochum eine Rauchbombe auf Demonstranten geworfen. Bei Protesten gegen einen NPD-Aufmarsch wurden in der Ruhrgebietsstadt bis zu 200 Gegendemonstranten einkassiert.

Am Rande einer NPD-Demonstration in der Bochumer Innenstadt hat ein Polizeibeamter eine Rauchbombe auf Gegendemonstranten geworfen. Das ist deutlich auf einem Video zu sehen. Die Rauchbombe, die lilanen Rauch erzeugt, wurde offenbar zunächst auf eine Gruppe von Polizeibeamten geworfen. Einer der Beamten hob sie auf und warf sie auf die Gegendemonstranten, woraufhin ihn ein Kollege mit den Worten »Nicht zurückwerfen« anherrschte.

Der Täter trug die Kennzeichnung »Polizei NRW 21011« auf seiner Uniform. Polizeibeamte in NRW sind aufgrund ihrer Kennzeichung als Teil einer Hundertschaft, eines knapp 40-köpfigen Zuges und als Teil einer Zuggruppe von sechs bis acht Personen identifizierbar. Rauchbombenwürfe, beispielsweise in Fußballstadion, führten in der Vergangenheit zu Strafanzeigen wegen versuchter schwerer Körperverletzung und wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

In Bochums Innenstadt hatten gut 100 Neonazis unter dem Motto »Sozial geht nur national« demonstriert. Ihnen stellten sich rund 2500 Gegendemonstranten entgegen. Es kam zu Sitzblockaden, Eierwürfen und nach Polizeiangaben zu »schweren Ausschreitungen«. Bis zu 200 Gegendemonstranten sollen fest- oder in Gewahrsam genommen worden sein.

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