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Ewige Ruhe den Befreierhelden

Martin Kröger fordert, dass das Lollapalooza woanders stattfindet

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»Ewiger Ruhm den Helden, die für die Freiheit und Unabhängigkeit der sozialistischen Heimat gefallen sind« lautet eine Inschrift am Eingangsbogen zum Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park. Nach Umbettungen haben dort viele der gefallenen sowjetischen Soldaten ihre letzte Ruhe gefunden, die 1945 Berlin vom faschistischen Joch befreiten. Diesen Befreiern den ihnen zustehenden Respekt zu erweisen, sollte selbstverständlich sein. Dazu zählt auch, dass kein kommerzielles Massenbesäufnis mit all seinen negativen Begleiterscheinungen in unmittelbarer Nähe stattfindet, bei dem am Ende der Gewinn zu großen Teilen in die Taschen einiger privater Veranstalter fließt.

Anders sieht es im Übrigen bei Feiern zu Ehren der Befreier der Alliierten Streitkräfte aus. Am 9. Mai zum »Tag des Sieges« beispielsweise will die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BdA) am Mahnmal ihre jährliche Feier durchführen. Angekündigt haben sich dafür Zeitzeugen aus Riga und Kiew. Gegen eine Siegesfeier zur Befreiung vom Faschismus auf dem Gelände des Mahnmals ist nichts einzuwenden. Da kann durchaus auch der ein oder andere Wodka fließen.

Mehr Sensibilität könnte unterdessen auch der Senat im Umgang mit unserem gedenkpolitischen Erbe zeigen. Das gilt selbstverständlich nicht nur für das Sowjetische Mahnmal in Treptow, sondern auch für das Mahnmal für die ermordeten Juden Europas in Mitte, das bei Silvester-Feierlichkeiten ebenfalls häufiger besudelt wurde.

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