Afrikas Reichste zahlen keine Steuern

Wirtschaftliche Eliten prellen den Fiskus in Milliardenhöhe

  • Von Anne Gonschorek, Kapstadt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Afrika hat immer mehr Superreiche. Doch nicht nur transnationale Unternehmen optimieren geschickt ihre Steuerlast. Auch viele der wohlhabendsten Afrikaner zahlen keine Steuern. Die öffentliche Hand darbt.

Die Zahlen sprechen deutliche Worte: In Kenia sind gerade einmal 100 der vermuteten 40 000 Wohlhabenden als Steuerzahler registriert. Südafrika verliert jedes Jahr etwa 160 Milliarden Rand (9,7 Milliarden Euro, weil sich bis zu 114 000 Personen mit hohem Vermögen nicht registriert haben. Bemühungen, dem entgegenzuwirken, verlaufen oft im Sand, weil die wirtschaftlichen Eliten auch einen großen politischen Einfluss haben und jeglichen Reformen einen Riegel vorschieben. Als etwa die kenianische Regierung versuchte, eine fünfprozentige Kapitalertragssteuer auf den Verkauf von Besitztümern und Aktienanteilen durchzusetzen, geriet sie unter starken Druck der Wirtschaftswelt. »Die Implementierung des Gesetzes sah sich in einigen Wirtschaftsbereichen diversen Schwierigkeiten gegenüber«, erklärte der kenianische Finanzminister Henry Rotich im Juni vergangenen Jahres vage. Um die Einhaltung eines potenziellen Gesetzes sicherstellen zu können, w...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 456 Wörter (3334 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.