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Wirbel um Treffen zwischen AfD und Muslimen

AfD-Politikerin Weidel sagt Treffen mit Zentralrat der Muslime (ZDM) ab / Einladung des Islamverbandes steht weiterhin

Berlin. Das für Montag geplante Treffen zwischen der Rechtspartei AfD und dem Zentralrat der Muslime sorgt innerhalb der AfD offenbar für Diskussionen. Wie ein Parteisprecher am Mittwoch auf Anfrage bestätigte, will Bundesvorstandsmitglied Alice Weidel anders als zunächst angekündigt nicht an dem Treffen teilnehmen. Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry sagte dagegen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: »Wir haben uns im Vorfeld genug gegenseitig beschimpft. Wir sollten jetzt endlich ins Gespräch kommen.« Ihr Sprecher erklärte, er gehe fest davon aus, dass neben Petry auch die Bundesvorstandsmitglieder Weidel und Albrecht Glaser teilnehmen.

Beide Seiten wollen auf jeden Fall an dem Treffen festhalten. Während der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek das Abspringen von Weidel nicht kommentierte, sagte eine Sprecherin des Zentralrats, man werde sich am Montag um 11.00 Uhr in Berlin zusammensetzen. Ein AfD-Sprecher erklärte dem epd, das Treffen werde seitens der AfD nicht abgesagt.

Nach einem Bericht der »Süddeutschen« begründet Weidel ihre Absage mit Verweis auf den von Mazyek gezogenen Vergleich zwischen AfD und NSDAP. Zudem habe sie kritisiert, dass der Zentralrat »mitnichten alle Muslime in Deutschland« vertrete.

Mazyek hatte Mitte April mit Blick auf den islamfeindlichen Kurs der AfD erklärt, zum ersten Mal seit der Zeit des Nationalsozialismus gebe es eine Partei, die »eine ganze Religionsgemeinschaft diskreditiert und sie existenziell bedroht«. Kurz vor ihrem Parteitag in Stuttgart lud der Zentralrat der Muslime die AfD Ende April dann zu einem Gespräch ein. Der ZMD-Vorsitzende begründete die Gesprächseinladung mit den Worten: »Wir wollen wissen: Warum hassen Sie uns Muslime?« Die Parteispitze sagte nach dem Parteitag, auf dem sie sich in ihr Grundsatzprogramm schrieb »Der Islam gehört nicht zu Deutschland«, ein Treffen zu.

Der Zentralrat der Muslime ist einer von mehreren Islam-Verbänden in Deutschland. Gemeinsam mit dem Islamrat, dem Verband der islamischen Kulturzentren und dem der türkischen Religionsbehörde nahestehenden Verband Ditib bildet er den Koordinationsrat der Muslime. Daneben gibt es weitere Verbände, die die Interessen von Muslimen in Deutschland vertreten. Agenturen/nd

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