Zaubern nicht inbegriffen

Erfolgreiche Kommunikation zwischen dem Kranken und seinem Arzt setzt Kenntnisse und Verständnis auf beiden Seiten voraus

  • Von Regine Förster
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

An Patienten werden hohe Anforderungen gestellt: informiert, aufgeklärt, mündig sollen sie sein - auch, wenn sie Schmerzen und Ängste plagen. Doch wie begegnen Ärzte dem informierten Patienten?

Einerseits verfügen Kranke heute mit den Möglichkeiten des Internets über so viele medizinische Informationen wie niemals zuvor - andererseits machen diese ihnen das Leben nicht unbedingt leichter. Denn häufig können Patienten die Informationen nicht gewichten, weil sie eben keine Ärzte sind und es ihnen schwer fällt, Scharlatanerie oder Geldschneiderei von hilfreichen medizinischen Ratschlägen zu unterscheiden, oder aus einer Mischung von allem das für sie infrage Kommende herauszusuchen.

Wohin diese Problemlage unter Umständen auch führen kann, schilderte kürzlich Gabriele Schackert, Direktorin der Neurochirurgie am Universitätsklinikum Dresden: »Ein Patient hatte seine MRT-Aufnahmen auf CD zu Hause am PC angeschaut und sie mit Bildern im Internet verglichen, weil es ihm bis zum Auswertungstermin zu lange dauerte. Er stellte die richtige Diagnose, und wies sich mit einem Glioblastom - einem schnell wachsenden, bösartigen Hirntum...


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