Unrunde Summen, ungutes Gefühl

Bauunternehmer spendet an SPD und CDU wohl öfter knapp unter der Publikationsgrenze

  • Von Nicolas Šustr
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ob am Mauerpark oder in der Wilmersdorfer Kolonie Oeynhausen, die »Groth Gruppe« investiert gerne in umstrittene Projekte. Politische Landschaftspflege mit Spenden könnte da nicht schaden.

Fünfmal 9950 Euro soll der Bauunternehmer Klaus Groth der Hauptstadt-SPD überwiesen haben, viermal soll der Betrag an die CDU gegangen sein. Schreibt die »BZ«. Besonders pikant: Neben dem SPD-Kreisverband Neukölln sollen auch die Lichtenberger Sozialdemokraten, die politische Heimat des Stadtentwicklungssenators Andreas Geisel (SPD), die unrunde Summe erhalten haben. Sie liegt knapp unter der Grenze von 10.000 Euro, ab der Parteien in ihren Jahresberichten die Spender namentlich nennen müssen.

Groth baut gerne auf schwierigem Grund. Sei es am Mauerpark oder auf der Kleingartenkolonie Oeynhausen in Schmargendorf. Es sind Projekte, die nur mit politischer Unterstützung eine Realisierungschance haben. Am Mauerpark ging es erst vorwärts, nachdem der Bausenator das Verfahren für einen Bebauungsplan an sich zog. In Schmargendorf gab es sogar ein erfolgreiches Begehren gegen die Bebauung, allerdings fürchtete der Bezirk Charlottenburg-Wi...

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