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Müde Wähler und wenig Interesse

Russlands prowestliche Opposition geht hoffnungslos zerstritten in den Wahlkampf

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Primaries - Vorwahlen - gibt es nicht nur in den USA, sondern auch in Russland. Dort werden im Herbst die Duma und Verwaltungschefs mehrerer Regionen gewählt.

Die Vorwahlen der liberalen, pro-westlichen Opposition in Russland waren bereits für April geplant, wurden jedoch auf Ende Mai verschoben. Der Grund: mangelndes Interesse. Anhänger der Liberalen, ahnt die kritische »Nowaja Gaseta«. werden nicht nur den Vorwahlen, sondern auch der eigentlichen Abstimmung im September fernbleiben - oder »Gegen alle« votieren. Dieser »Kandidat« käme Umfragen zufolge, derzeit auf 14,9 Prozent aller Stimmen. In etwa das, was die liberale außerparlamentarischer Opposition bei freien und fairen Wahlen maximal einsammeln könnte. Theoretisch.

Praktisch, fürchtet die »Nowaja«, hätten die Liberalen momentan nicht einmal Chancen, die Fünf-Prozent-Hürde zu nehmen. In der Tat sind die Russen traditionell weniger an Parteien, sondern eher an Personen interessiert. Die Führungsriege der Demokraten aber kommt sogar bei Umfragen kritischer Meinungsforscher auf maximal nur 1,9 Prozent. Die Wählerschaft, glaubt der P...


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