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Der FSV Zwickau will am Sonntag den Aufstieg in die 3. Liga perfekt machen

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Der FSV Zwickau erzielt das wichtige Auswärtstor beim 1:1 am Mittwoch im Relegationshinspiel um die 3. Liga gegen den SV Elversberg. Die Stadt will mit dem Stadionneubau schon mehr.

Für einen Moment herrschte Unordnung im Elversberger Strafraum. Nach einer Ecke von Patrick Göbel stand Zwickaus Verteidiger Sebastian Mai frei im gegnerischen Strafraum und konnte ungehindert in das vor ihm freie Tor köpfen. Es war der Ausgleich in der Relegationspartie zwischen dem SV Elversberg und dem FSV Zwickau. Der 22-Jährige ließ sich anschließend mit seinen Teamkollegen von den 1200 mitgereisten Fans aus Westsachsen feiern. Die anderen Zuschauer in der mit 6000 ausverkauften Kaiserlinde ließ er nach 68 Minuten kurzzeitig verstummen.

Zwei Minuten zuvor waren sie kaum zu überhören gewesen. Da hatte der Elversberger Mittelfeldspieler Maximilian Osterhelweg seinen Verein aus dem kleinen Dorf im Saarland gerade in Führung geschossen. Dem 1:0 ging ein Fehler im Aufbauspiel der Zwickauer voraus, den der 25-Jährige in der 66. Minute ausnutzte. In einer sonst sehr intensiven, aber spielerisch unterdurchschnittlichen Partie war vor allem in den Anfangsphasen beider Halbzeiten viel Spannung drin. Zwei Freistöße von Markus Obernosterer in der vierten und in der 47. Minute sorgten von Elversberger Seite für Gefahr, und nur der Pfosten rettete die Zwickauer zweimal. Auf der anderen Seite wusste Zwickau zu überzeugen, als Stürmer Marc-Philipp Zimmermann in der sechsten Minute nur das Außennetz traf.

Ansonsten egalisierten sich die beiden Mannschaften so gut es ging. »Wir haben erwartet, dass Zwickau ein hohes Pressing gegen uns spielt. Ich bin über die erste Halbzeit nicht glücklich«, beschreibt Elversberg Trainer Michael Wiesinger sein Dilemma, »weil wir nicht mutig genug waren diese erste Pressinglinie zu überspielen.« In der zweiten Halbzeit wurden die Elversberger, die schon in der Saison 2013/14 ein Jahr in der dritten Liga spielten, spielbestimmender, aber die Zwickauer Mannschaft von Trainer Torsten Ziegner erkämpfte sich das Unentschieden: »Meine Mannschaft hat Moral gezeigt und ist läuferisch und kämpferisch an ihre Grenzen gegangen. Das hat uns schon die ganze Saison ausgezeichnet.«

Dass das Resultat insgesamt glücklich für die Westsachsen war, musste auch Ziegner nach dem Spiel feststellen. Zufrieden ist der ehemalige Spieler der Zwickauer trotzdem: »Wir haben unser Ziel, ein Auswärtstor zu erzielen, erreicht. Damit haben wir eine gute Ausgangssituation für das Rückspiel, auch wenn ich es Elversberg zutraue, dass sie auch bei uns ein Tor erzielen. Die Chancen stehen 50 zu 50.«

Mit dem Aufstieg würde auch für Ziegner ein Kapitel zu Ende gehen. Seitdem er den FSV 2012 nach seinem Aufstieg in die Regionalliga übernommen hatte, beendete er jede Saison unter den besten sechs Vereinen in der Liga. In seiner ersten Saison wurde er sogar überraschend Dritter. 2015 musste er sich am vorletzten Spieltag dem 1. FC Magdeburg geschlagen geben. Jetzt möchte er endlich den Aufstieg mit den Zwickauern perfekt machen. Das letzte Puzzleteil könnte er am Sonntag vor heimischer Kulisse hinzufügen, wären da nicht noch die Stadionprobleme der Zwickauer.

Um die Professionalisierung des Vereins voranzutreiben, bauen die Stadt Zwickau und der Verein gerade ein reines Fußballstadion. Der jährliche Zuschuss der Stadt für das neue Stadion beträgt 600 000 Euro monatlich. Ab August sollen rund 10 000 Zuschauer einen Platz bei den Heimspielen finden. Bevor jedoch der Spielbetrieb aufgenommen werden kann müssen die Zwickauer noch am Sonntag in das Vogtlandstadion in Plauen umziehen. Auch für den Start in der neuen Saison, egal in welcher Liga, bedeutet das ein Umdenken der Vereinsverantwortlichen, denn die vertragliche Übergabe des Stadions ist erst am 19. August. Drei Wochen nach Saisonbeginn der beiden Ligen.

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