Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Warschauer Fundamente

Olaf Standke über den bevorstehenden NATO-Gipfel

Im Innenraum des Warschauer Nationalstadions hat man die ersten Platten verlegt, auf denen das Konferenzzentrum für den NATO-Gipfel Anfang Juli errichtet wird. 28 Delegationen aus Mitgliedstaaten und 26 von NATO-Partnern haben ihr Kommen zugesagt - es sei das größte Treffen in der Geschichte der Allianz, so stolz die Gastgeber. Für die rechtskonservative polnische Regierung ist das auch der perfekte Hintergrund, um noch im Juni ein umfassendes Anti-Terrorgesetz zu verabschieden, das bei Menschenrechtlern im Lande auf scharfe Kritik stößt.

Am politischen Gipfelprogramm wird noch gearbeitet, und auch deshalb findet man NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg jetzt zwei Tage lang an der Weichsel. Wohin die Reise vor allem gehen soll, zeigt dieser Tage ein Konvoi der US-Armee, der vom bayrischen Vilseck aus via Tschechien zu einem Manöver im Baltikum unterwegs ist. Prags Regierung hat die Washingtoner Machtdemonstration verteidigt, schließlich habe sich die Sicherheitssituation in der Welt verschlechtert. Auch Polen gehört zu jenen Ländern, die besonders nachdrücklich auf eine stärkere Präsenz des Militärbündnisses an der NATO-Ostgrenze drängen, weil man sich von Russland bedroht fühlt. Für Moskau allerdings ist all das eine Provokation, ja regelrechte Kriegsvorbereitung. Hier wird auch das Fundament für eine Eskalation der Spannungen gelegt.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln