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Die Propagandafalle

Im Kino: »Der Moment der Wahrheit« von James Vanderbilt

  • Von Tobias Riegel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

James Vanderbilts »Der Moment der Wahrheit« erzählt eine spannende und reale Geschichte aus dem Informationskrieg – leider ist der Film, trotz einer starken Cate Blanchet, allzu konventionell.

Das ist die hohe Schule des Informationskriegs: Man sieht belastende Enthüllungen kommen. Um die zu diskreditieren, lanciert man an die Gegner (aufwendig gefälschte) Insider-Informationen, die die Vorwürfe scheinbar belegen, ja weit über sie hinaus reichen. Wenn die Gegenseite damit an die Öffentlichkeit geht, kann man die (selbst gelieferten) Informationen öffentlichkeitswirksam und anonym als Fälschungen zerfetzen - und die Journalisten, die sie nutzten (sozusagen zu Recht) als »Lügner« aus der Debatte katapultieren. Die ursprünglichen Vorwürfe sind dadurch keineswegs entkräftet, aber sie werden nicht weiter verfolgt, weil sich die Debatte nur noch um die »falschen« Beweise dreht. So kann Nachrichtenunterdrückung, die erheblich häufiger genutzt wird als die glatte Lüge, mutmaßlich auch heute noch laufen: Man kapriziert sich hysterisch auf die Überbringer (der »unverantwortliche Hallodri« Julian Assange, der »russische Agent« Edward S...


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