Delphi, Eristik und Rechenreim

Wer in Rätseln zu sprechen scheint, kann auch nur fantasielose Zuhörer haben

  • Von Mike Mlynar
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Einer, von dem gesagt wird, er spreche in Rätseln, muss keiner sein, der sich bewusst oder unbewusst unklar ausdrückt; er kann auch einfach nur fantasielose Zuhörer haben.

In Rätseln zu sprechen ist sprachkulturell gesehen sogar eine der allerältesten (überlieferten) Kommunikationsformen. Man denke nur an die antiken Orakel. Natürlich gehörten die auch damals schon zum Methodenarsenal, Macht zu manifestieren, auszubauen oder zu erringen. Aber ihrem semiotischen Kern nach waren und sind es eben Denkspiele.

Beispiel: Krösus (590-541 v.u.Z.) befragte die Pythia von Delphi vor einem großen Feldzug nach dessen Ausgang - Antwort: »Wenn Krösus den Halys überschreitet, wird er ein großes Reich zerstören.« Der letzte Lydische König bezog diese Weissagung nach langer Rätselei m...

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