Ungleich unter Freihändlern

Die Volksrepublik China will endlich von der WTO als Marktwirtschaft anerkannt werden, um nicht mehr einseitigen Handelsbeschränkungen zu unterliegen. Brüssel will dies unbedingt verhindern. Von Axel Berger

  • Von Axel Berger
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Kaum etwas scheint der sich immer noch selbst als kommunistisch bezeichnenden Staatspartei Chinas aktuell wichtiger zu sein als die Anerkennung ihrer Wirtschaftspolitik als marktwirtschaftlich. So war es denn entgegen den Gepflogenheiten Pekings mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi gleich ein hochrangiger Regierungsvertreter, der den Protest gegen die Entscheidung des EU-Parlaments aus dem Mai formulierte, der Volksrepublik eben diesen Status zu verweigern. Üblicherweise kommen bei solchen Gelegenheiten zunächst untergeordnete Sprecher aus Ministerien oder Kommentatoren der Staatsmedien zu Wort.

China spiele eine wichtige Rolle »beim Schutz des globalen Freihandels«, warb Wang Yi bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Außenminister Jean-Marc Ayrault offensiv für ein »Überdenken der Entscheidung«. Und dies nicht ohne eine unverhohlene Drohung hinterher zu schicken. Denn China biete der EU einen stabilen u...

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