Sinti-Jazz

Häns’che Weiss ist tot

Der Jazzmusiker und Komponist Häns’che Weiss ist tot. Der Gründer einer der bekanntesten Sinti-Formationen starb am vergangenen Donnerstag nach langer schwerer Krankheit, wie der Verband Deutscher Sinti und Roma am Montag in Nürnberg mitteilte. Weiss lebte seit 1988 in Nürnberg.

Häns’che Weiss wurde 1951 in Berlin geboren. Er begann seine Karriere im Jahre 1969 als Gitarrist im »Schnuckenack-Reinhardt-Quintett«, das in der Tradition von Django Reinhardt spielte. 1972 gründete er das »Häns’che-Weiss-Quintett«. Die Formation erhielt im Jahr 1978 für ihr viertes Album den Deutschen Schallplattenpreis. Auf dem Album fand sich auch der Titel »Lass Maro Tatschepen« (Lasst uns unser Recht fordern), mit dem er sich für die Rechte der deutschen Sinti und Roma engagierte. epd

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