Ein Modus für Durchmogler

Die EM-Vorrunde mit 24 Teams könnte zu vielen Remis und grotesken Strategien führen

  • Von Frank Hellmann
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der EM-Modus mit 24 Mannschaften und einer Achtelfinalrunde birgt Tücken, und starke Fußballnationen können tricksen. Die Frauen-WM vor einem Jahr lieferte einige abschreckende Beispiele.

Mutmaßlich werden es sich Joachim Löw und Vicente del Bosque nicht erlauben können, Norio Sasaki nachzueifern. Die Nationaltrainer, die bei der Fußball-Europameisterschaft der Männer in Frankreich Weltmeister Deutschland und Europameister Spanien befehligen, wird vielleicht trotzdem interessieren, welche radikalen Schlussfolgerungen Japans Weltmeistertrainer aus dem Modus mit 24 Teilnehmern bei der Frauen-WM in Kanada vor einem Jahr gezogen hatte, nachdem nun auch bei der EM gespielt wird.

Die Japanerinnen waren in ihrer Vorrunde aufgrund ihrer technischen Überlegenheit ähnlich favorisiert wie es jetzt die Deutschen und die Spanier sind. Und ein Scheitern in den sechs Vierergruppen ist für ein Spitzenteam im Grunde dann unmöglich, wenn das Auftaktmatch gewonnen wird. Kaum hatte der Frauenweltmeister von 2011 mühsam die Schweiz bezwungen, griff der Masterplan: In den nächsten Partien tauschte Sasaki erst fünf, dann gar sieben Spiel...


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