Grand Hotel Solidarity: Flüchtlingsunterkunft selbstgemacht

Im Zentrum Athens haben Aktivisten und Geflüchtete ein ehemaliges Gasthaus besetzt

  • Von Frederick Coulomb
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.
Geflüchtete und Aktivisten organisieren die Unterkunft im besetzten Hotel zusammen.

Eine vierköpfige Familie, zwei Kinder und ihre Eltern, erreicht das Hotel City Plaza. Sie stehen vor dem gläsernen Eingangsbereich und wirken erschöpft. Ein großer Zettel hängt an der Glastür. Auf ihm steht, dass es »keinen Platz mehr im City Plaza« gibt. Der Mann sagt hoffnungsvoll zu der Frau: »Sie schreiben das dort nur hin, damit nicht noch mehr Leute kommen. Es wird Platz sein«. Er irrt sich.

Es ist ein bedrückendes Erlebnis, wie es sich tagtäglich wiederholt. Der Aktivist, der die kleine Familie hat fortschicken müssen, zuckt mit den Schultern: »Ich hasse diese Situationen. Aber was soll ich machen?« Das Hotel City Plaza ist voll. Seit Mitte April ist das im Athener Zentrum gelegene Hochhaus besetzt und bietet derzeit rund 400 Geflüchteten einen Ort der Zuflucht. Zuvor stand es fast sieben Jahre leer.

Kochen für die Vielen: 800 warme Mahlzeiten am Tag

»Am Anfang stand die Idee, eine solidarische Alternative zu den be...


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