Der DFB hat ein Problem auf der Außenbahn

Dem Bundestrainer fehlt ein Rechtsverteidiger - weil er zu konservativ geplant hat

  • Von Alexander Ludewig, Paris
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Benedikt Höwedes war der klare Schwachpunkt der deutschen Mannschaft gegen die Ukraine. Alternativen hat Löw kaum. Mit der Nominierung und Aufstellung von Höwedes wollte Löw auf Nummer sicher gehen - ein Risiko.

Bei Benedikt Höwedes kommt Einiges zusammen. Der Schalker war lange verletzt und konnte nur die letzten beiden Bundesligaspiele mitwirken. Drei Monate Pause, Trainingsrückstand, kein Rhythmus: Höwedes hat noch immer mit den Nachwirkungen seines Muskelfaserrisses zu kämpfen.

Das allein erklärt aber nicht die durchwachsene Leistung des Rechtsverteidigers im EM-Auftaktspiel. Fast jede gefährliche Aktion der Ukrainer kam über seine Seite. In der Abwehrarbeit wirkte Höwedes überfordert und verlor oft die Orientierung. Offensiv hilft der kantige, etwas langsame und technisch wohl schlechteste Spieler der DFB-Auswahl dem Team kaum, fast jeden Angriff bricht er ab, spielt den Ball entweder quer oder gleich nach hinten.

Joachim Löw wird ihn gegen Polen vermut...


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