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Der Techniker Marc Helmus über die Infrastruktur des Internets am Meeresgrund, die Eigentumsfrage bei Tiefseekabeln und Reparaturschiffe

Mit dem zweitägigen Symposium »Deep Cables« will das Disruption Network Lab am Freitag und Samstag im Kunstquartier Bethanien am Mariannenplatz in Kreuzberg die physischen Grundlagen des Internets ans Tageslicht befördern. Seit zwei Jahrzehnten ist Marc Helmus als Netzwerktechniker am Aufbau der Infrastruktur des World Wide Web auf dem deutschen Festland und in der Ostsee beteiligt. Für »nd« sprach Tom Mustroph mit Helmus über das, was viele nutzen, die wenigsten aber sehen.

Marc Helmus, wie groß ist die unterseeische Internet-Infrastruktur?

Das ist schon eine sehr gewaltige Infrastruktur, die zudem sehr energielastig ist. Gegenwärtig sind ungefähr 150 bis 200 Seekabel in Betrieb. Die können nur 40 Kilometer lang sein, wie ein Kabel, das von Deutschland über die Ostsee nach Dänemark geht; aber auch 20 000 km, wenn es um transatlantische Verbindungen geht. Man muss dazu sagen: Die Kabel werden nicht zurückgebaut. Sie haben eine Lebenserwartung von 20 Jahren. Das liegt nicht an den Kabeln selbst. Glasfaser hält länger, auch auf dem Meeresgrund. Der limitierende Faktor sind die Repeater, die alle 80 bis 100 Kilometer die Signale verstärken müssen.

Wie dick sind diese Kabel?

Das ist abhängig von der Entfernung. Im Museum für Verkehr und Technik in Berlin ist ein Teil des Kabels ausgestellt, das in der Ostsee verlegt wurde und etwa 35 Millimeter dick ist. Kabel im Atlantik oder im Pazifik können ...


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