Grüne von unten will oben stehen

Sonja Karas aus Kremmen möchte Spitzenkandidatin bei der Bundestagswahl 2017 werden

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Die weitgehend unbekannte Stadtverordnete Sonja »Sonne« Karas aus Kremmen tritt bei der Urwahl der Grünen an gegen Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt.

Jahrelang hat Sonja Karas die Grünen nur gewählt, 2013 ist sie in die Partei eingetreten und gleich in den Landesvorstand gewählt worden, dem sie bis 2015 angehörte. Nun will die 43-jährige Stadtverordnete aus Kremmen Spitzenkandidatin der Grünen bei der Bundestagswahl 2017 werden. Dafür muss sie bei einer Urwahl der Parteimitglieder die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt schlagen.

Kann Sie das schaffen? Eigentlich nicht. Normalerweise könnte sie nur ein Zeichen setzen. Doch weil sie beim letzten Parteitag gegen die Bundesvorsitzende Simone Peter kandidierte und von den Delegierten erstaunliche 18 Prozent bekam, glaubt Karas, bei der Basis könne sie vielleicht die Mehrheit erhalten, wenn sie eine gute Kampagne hinlegt. Die Unternehmensberaterin kreidet der Führungsspitze an, grüne Grundprinzipien wie Pazifismus und Basisdemokratie zu missachten, etwa durch faule Asylkompromisse und eine aggressiven Außenpolitik.

Auf d...


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