Im Munzur-Tal tragen die Felsen Parolen

Maoistische Kommunisten in der Region Dersim führen einen Partisanenkrieg um die »letzte freie Burg der Kurden«

  • Von Nikolaus Brauns
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

In der ostanatolischen Bergregion Dersim hält sich seit über 40 Jahren die maoistische Guerilla der Kommunistischen Partei TKP/ML - jene Partei, der die Angeklagten von München angehören sollen.

Mit ihren zerklüfteten Bergen und tiefen Tälern bietet die ostanatolische Region Dersim das ideale Rückzugsgebiet einer seit 40 Jahren agierenden Guerilla. Der islamisch-nationalistischen AKP-Regierung in Ankara ist diese Region auch wegen der hier lebenden Bevölkerung ständiges Ärgernis, hier gilt deshalb der Ausnahmezustand. Die Bevölkerung, die fast ausschließlich aus kurdischen Aleviten besteht, ist von tiefem Misstrauen gegenüber Ankara erfüllt und wählt mehrheitlich traditionell links - die prokurdische HDP oder die sozialdemokratische CHP.

In den 30er Jahren unterwarfen Soldaten mit Kampfflugzeugen und Giftgas Dersim als »letzte freie Burg der Kurden«. Zehntausende wurden massakriert oder in andere Landesteile deportiert. Die Provinz wurde in Tunceli - »eiserne Faust« - umbenannt und ist seitdem militärisch besetztes Gebiet. Auf jedem Bergkamm ist ein Militärposten zu erkennen. Ihre Kasernen verlassen die Truppen nur in gep...

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