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»Es wird kein Spaziergang«

Die DFB-Elf will dringend einen Sieg gegen Nordirland

Der Bundestrainer ist leicht geschwächt, die deutschen Fußballweltmeister müssen gegen Nordirland aber endlich ihre wahre EM-Stärke beweisen. »Wir wollen von der ersten Minute an zeigen, dass wir das bessere Team sind. Damit die Nordiren gar nicht erst den Glauben entwickeln, gegen uns gewinnen zu können«, erklärte Innenverteidiger Mats Hummels vor dem Gruppenfinale in Paris.

Unabhängig von allen Konstellationen zur Achtelfinal-Qualifikation will sich das Team von Bundestrainer Joachim Löw unbedingt Platz eins in der Gruppe sichern. »Wir werden ein bisschen mehr Risiko suchen«, kündigte Hummels an. Löw fehlte wegen einer leichten Erkältung bei der offiziellen UEFA-Pressekonferenz am Montag, leitete aber bei strömendem Regen in der französischen Hauptstadt das Abschlusstraining mit allen 23 Spielern.

Wie immer in dritten Vorrundenspielen unter Turniertrainer Löw soll auch gegen hartnäckig verteidigende und mit viel Euphorie konternde Nordiren nicht allein der Sprung als Vorrundenerster in die K.o.-Runde gelingen. Abwehrboss Jérôme Boateng und seine Kollegen möchten auch dafür sorgen, dass sich bei den Fans in der Heimat die Skepsis in Zuversicht verwandelt. Denn noch hat der Weltchampion bei der Europameisterschaft in Frankreich das Feuer nicht entzündet.

Weder an der Art des Widerstandes beim Gegner noch an der personellen und taktischen Ausrichtung von Löws Team wird sich im dritten Gruppenspiel Entscheidendes ändern. »Sie werden auf jeden Fall mit sehr vielen Spielern rund um den eigenen Strafraum agieren. Es ist dann egal, wie hoch die fußballerische Qualität mit dem Ball ist. Es wird auf keinen Fall ein Spaziergang«, sagte Thomas Müller. Der Torjäger, der noch ohne EM-Treffer ist, lief wie seine Offensivkollegen zuletzt den eigenen Stärken hinterher und stellt das Wesentliche in den Vordergrund: »Ich würde auch einen zähen Sieg mitnehmen.«

Ein Sieg gegen Nordirland wäre der 25. Erfolg der DFB-Elf bei einer EM-Endrunde. Gruppenplatz eins wäre dennoch nicht garantiert, da ein hoher Erfolg der Polen im Parallelmatch gegen die ausgeschiedene Ukraine das deutsche Team noch auf Rang zwei befördern könnte. Dann träfe Deutschland im Achtelfinale am kommenden Samstag in St. Etienne auf die Schweiz. dpa/nd

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