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»Man konnte ja nie wissen«

Rolf Schneider zeigt sich souverän als ein Meister der Ironie

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

»Wenn’s mal wieder anders kommt« - Großmutter sagte das gern, und wir Kinder lächelten in uns hinein: Die spinnt, will wohl ihr Kaiserreich zurück. Wie soll es denn »anders« kommen?

Der Glaube, dass das Leben wie eine gerade Straße sei: Wenn‹s einem gut geht, hat das ja auch mit der Hoffnung zu tun, dass es so weitergehen möge. Wem es nicht gut geht, ist die Vorstellung ein Albtraum, verurteilt zu sein zu diesem Leidensweg ohne Entrinnen.

Selbst klugen Leuten ist indes nicht immer gegeben, Künftiges vorauszusehen. »Man konnte ja nie wissen« - das ist der letzte Satz in der Titelerzählung dieses Bandes. »Die Seiltänzerin« bezieht sich auf das avantgardistische Gemälde eines gewissen Alexej Wladimirowitsch Subkow, dem Rolf Schneider ein Schicksal gab, wie es für russische Künstler nicht untypisch war. »Nach 1930 malte er, wie die sowjetische Kulturpolitik es wünschte.« Diese Bilder wurden im Russischen Museum in Leningrad auch ...


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